Küchenschrank Mod

Wir haben einen alten Küchenschrank von meiner Oma geschenkt bekommen, als wir in unsere neue Wohnung eingezogen sind. Der war an sich hübsch und sehr solide, allerdings entsprach die Farbe nicht unserem Geschmack. Wir haben den Schrank dann neu lackiert, andere Gläser eingesetzt und mit einer Innenbeleuchtung versehen. Den Worklog zeige ich euch im Artikel.

 

 

So sah der Schrank ursprünglich aus:



Wir hatten nun die Entscheidung zu treffen, ob wir den Schrank haben wollen oder ob er auf den Müll wandert:

Pro: :DAFüR:

  • wir brauchten gerade Küchenmöbel
  • ist was anderes als immer nur Ikea & Co
  • Schrank ist sehr solide und eben individuell
  • kostete uns nichts

Contra: :DAGEGEN:

  • Schrank sieht nicht schön aus, ist zu alter Stil für uns junge Leute ;)

Fazit: Also haben wir das Ding genommen und beschlossen, es zu modden.

Zuerst muss die ganze Tapete in Holzoptik runter. Das Zeug war zäh und ließ sich nur mit dem Heißluftfön + Spachtel bezwingen.

Hier ist meine Frau aber erstmal dabei, die Türen abzuschrauben.


Die Schrankteile kann man trennen und so haben wir sie separat aufgestellt, um uns bei der Arbeit nicht im Weg zu sein.



Bewaffnet mit Heißluftgebläse und diversen Schabern und Spachteln ging’s ans Werk.

Hier ist ein Großteil der Tapete runter. Man sieht am Boden, was wir da alles rausgeholt haben. Das hat auch ziemlich lange gedauert, bestimmt 10 Stunden oder mehr.




Da links im Schrank ist übrigens ein emailliertes Fach. Damals gab es noch nicht die Möglichkeit soetwas aus Kunststoff oder Edelstahl herzustellen. Das Email-Fach ist leicht abwaschbar und korrosionsbeständig.


Inzwischen ist der Schrank umgezogen in die Wohnung und wurde vom Schleifstaub befreit. Jetzt fangen wir an, den Schrank anzustreichen.



Der erste Anstrich war nicht deckend, also haben wir zwei- bis dreimal gestrichen.



Füße und Kanten sollten rot werden.



Hier sind die Schrankteile wieder gestapelt.


Auch die Einlageböden haben wir gestrichen. Hier stehen einige davon zum trocknen.


Die Schubladen und Türen haben wir ebenfalls rot gestrichen. Die Knäufe der Schubladen und Türen wurden später noch weiß lackiert (s.u.).


In den Türen war aber noch gelbes Glas in Flaschenbodenoptik, wie ich es nannte, was uns nicht gefiel.


Also habe ich Klarglas genommen und auf die passende Größe gebrochen und in die Türen eingebaut.


Man erkennt es kaum, aber hier ist die Scheibe eingelassen und ich habe sie mit Leisten festgenagelt.


Hier ist der Schrank soweit erstmal komplett.



Nun soll noch eine Innenbeleuchtung rein. Dazu habe ich mir bei einem Händler bei ebay 3 Stück solcher Einbauleuchten bestellt. Diese enthalten jeweils 18 warmweiße LEDs und sind für den Anschluss an 12 V vorgesehen.

Mit einem Kreisschneider habe ich Löcher von oben in den Schrank geschnitten und die Einbauleuchten eingelassen.


Anschließend habe ich von oben alles verkabelt. Bei Reichelt hatte ich ein passendes Steckernetzteil besorgt.


Und nun ist der Schrank mit Beleuchtung fertig:


Das Licht ist in Wirklichkeit nicht so gelb. Die Farbe kommt auf den nachfolgenden Fotos mit Blitzlicht besser rüber.


Hier ist der Schrank auch großteils eingeräumt. Auf den Schrank hatte ich noch Holzplatten mit Füßen gelegt, so dass ein Zwischenraum von etwa 5 mm für die Kabel und die Einbauleuchten entsteht. Nun kann man auch Dinge auf den Schrank stellen, wie hier diese Vorratsgläser.


Uns gefällt das Resultat.




Nochmal der Vergleich. VORHER:


NACHHER:


Danke für’s Lesen. Wie immer dürfen gerne Kommentare hinterlassen werden.
Euer Movergan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.